Beiträge zum Thema (Tag) ‘ Aufarbeitung ’

"Aufklären oder Verklären?"

Transparenz mangelhaft: IKEA und die Zwangsarbeiter in der DDR

19. November 2012 | von Marvin | Kategorie: Aktuelles, Geschichtsmarketing, Presseschau, Wirtschafts- und Unternehmensgeschichte

In der DDR wurden bei der Auftragsproduktion von Möbeln und einzelnen Möbelteilen für den schwedischen Konzern IKEA politische Häftlinge und Strafgefangene als Zwangsarbeiter eingesetzt – wovon das Unternehmen spätestens ab 1981 Kenntnis hatte. Heute bedauern die Schweden, damals nur unzureichende Schritte dagegen unternommen zu haben. Gleichzeitig verweigert sich der Konzern aber einer umfassenden kritischen Aufarbeitung.

Presseschau

“Dunkle Kapitel” in der Firmengeschichte: Das Beispiel Luchterhand

30. August 2012 | von Marvin | Kategorie: Aktuelles, Geschichtsmarketing, Presseschau

Archivrecherche Bei der Darstellung und Werbung mit der eigenen Firmengeschichte sollten “schwarze Flecken” auf der eigentlich gewünschten “weißen Weste” nicht verschwiegen werden. Sonst läuft man schnell Gefahr, dass andere die Deutungshoheit darüber übernehmen. Welche offene Flanke solche “Geschichtslücken” bieten können, zeigt aktuell das Beispiel des Luchterhand-Verlags und dessen fehlende Aufarbeitung der NS-Vergangenheit.

Artikelserie: History Marketing (III)

Grundlagen schaffen: Fundierte Recherche der Firmengeschichte

11. April 2011 | von Marvin | Kategorie: Aktuelles, Geschichtsmarketing

Will man die eigene Unternehmensgeschichte nachhaltig für das Marketing nutzen, sollte man sich besser auf wirklich verlässliche Daten stützen können. Vorzeitig angekündigte bzw. gefeierte Firmenjubiläen oder die Verwechslung von Gründervätern oder anderer relevanter Daten aus der Firmenhistorie sind im besten Fall nur kurzzeitig peinlich. Im schlechten Fall erhärten sie den Eindruck mangelnder Kompetenz oder erwecken den Verdacht bewusster Manipulation. Dagegen hilft eine rechtzeitige und umfassende Aufarbeitung der eigenen Unternehmensgeschichte.

Presseschau

Firmen in der NS-Zeit: Schweigen hilft auf Dauer nicht

22. Oktober 2010 | von Marvin | Kategorie: Aktuelles, Linktipps, Presseschau

Kurz notiert: Sven Felix Kellerhof beschäftigt sich bei der WELT mit dem Thema “Erzwungene Ehrlichkeit – Unternehmer in der NS-Zeit“. Im Umgang mit dem Nationalsozialismus helfe den Firmen nur Aufrichtigkeit, so Kellerhofs Argumentationslinie, die er mit den Beispielen der Unternehmerfamilien Quandt und Thyssen begründet. Statt rechtzeitig seriöse Forscher zu beauftragen, hätten beide Familien geschwiegen – und so eine Aufbauschung ihrer Schuld in der Öffentlichkeit provoziert.