Offene Tür in Wolfsburg

Volkswagen feiert 30-millionsten VW Golf


Kurz notiert: Produktionsjubiläen sind oftmals ein guter Anlass für die Historische Kommunikation. So sieht man es offenbar auch bei Volkswagen. Anlässlich des 30-millionsten produzierten Golf öffnete VW in Wolfsburg zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder seine Tore für einen Tag der offenen Tür. Die Aktion bietet auch einen kleinen Ersatz für die bewusst von VW nicht begangene Jubiläumsfeier zum 75. Jahrestag der Grundsteinlegung für das Stammwerk Wolfsburg.

Die Fertigung des Ur-Golf startete im Frühjahr 1974. Seitdem entschieden sich statistisch gesehen an jedem einzelnen Tag der vergangenen 39 Jahre mehr als 2.000 Menschen für einen neuen Golf. “Der Golf ist das Herz von Volkswagen. Auf dieses Auto und seine Erfolgsgeschichte können wir alle gemeinsam stolz sein”, erklärte der Vorstandsvorsitzende des Volkswagen Konzerns, Prof. Dr. Martin Winterkorn. Die weltweite Beliebtheit des Golf sei “seit fast 40 Jahren das Ergebnis harter Arbeit und einer richtig starken Mannschaftsleistung”.

Zum Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag (15. Juni 2013) strömten nach Unternehmensangaben mehr als 100.000 Besucher auf das Werkgelände (darunter vor allem Mitarbeiter mit ihren Familien und Freunden). Ihnen präsentierten sich mehr als 40 Bereiche und Abteilungen aus dem gesamten Unternehmen – von B wie Beschaffung bis W wie Werkzeugbau. Zahlreiche Hallen waren zur Besichtigung geöffnet, etwa das Presswerk, das Vorseriencenter, der Karosseriebau oder die Montage des Fertigungsbereiches 2 mit den Modellen Touran und Tiguan. Höhepunkt der Veranstaltung war die Präsentation des 30-millionsten produzierten Golf, den VW-Chef Winterkorn auf die Bühne fuhr. Der besondere Wagen ist übrigens unverkäuflich und soll als Erinnerungsstück im Unternehmen bleiben.

Das Fest zum Produktionsjubiläum des VW Golf kann man auch als kleinen Ersatz für eine andere ausgefallene Jubiläumsfeier sehen: Denn eigentlich hätte Volkswagen schon Ende Mai dieses Jahres den 75. Jahrestag der Grundsteinlegung für das Wolfsburger Werk begehen können. Doch aufgrund der NS-Vergangenheit des Konzerns und der Tatsache, dass der Grundstein am 26. Mai 1938 von Adolf Hitler gelegt wurde, entschied man sich bei VW gegen diesbezügliche Jubiläumsaktivitäten.

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Quelle: siehe Links
(Ende) geschichtskombinat.de/18.06.2013/mar


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